eine liebe in prag
auf 3sat war dieser film abends zu sehen. obwohl er die handschrift der US-filmindustrie trägt und eine US/D-koproduktion ist, hat er mich bewegt. meine alte idee, dachau, auschwitz und theresienstadt zu besuchen kam wieder hoch, und ich fühlte einen brennenden kloß im hals bei der vorstellung, vor einem restaurierten tor mit der aufschrift "arbeit macht frei" zu stehen. dort gibt es führungen, als wäre das ein forum romanum oder ein delphi. dabei war das so gut wie gestern, und unsere großeltern hätten dabei sein können oder sind es gewesen, opfer oder täter.
es fehlen nur noch kaffeehäuser und souveniershops, oder ein hotel vor ort um eine gruselige nacht zu verbringen.
eine zeitlang vertrat ich die ansicht der einzig adäquate umgang damit wäre, die KZs alle zu schleifen, das wäre man den opfern und ex-häftlingen schuldig.
aber dieser gedanke kam wohl nur aus der absoluten unerträglichkeit dieser ereignisse und meinem unvermögen, das gerede, die filme (schindlers liste, holocaust) und die geschäfte mit diesem grauen auszuhalten oder etwa zu verstehen. ich kann es auch heute noch nicht.
aber jetzt glaube ich, sie sollten vielmehr stille gedenkstätten bleiben.
stille gedenkstätten: keine IX. von beethoven im steinbruch von mauthausen und keine öffentlichkeitswirksame begehung der todesstiege durch regierungspolitiker. das finde ich noch immer zu unerträglich.
es fehlen nur noch kaffeehäuser und souveniershops, oder ein hotel vor ort um eine gruselige nacht zu verbringen.
eine zeitlang vertrat ich die ansicht der einzig adäquate umgang damit wäre, die KZs alle zu schleifen, das wäre man den opfern und ex-häftlingen schuldig.
aber dieser gedanke kam wohl nur aus der absoluten unerträglichkeit dieser ereignisse und meinem unvermögen, das gerede, die filme (schindlers liste, holocaust) und die geschäfte mit diesem grauen auszuhalten oder etwa zu verstehen. ich kann es auch heute noch nicht.
aber jetzt glaube ich, sie sollten vielmehr stille gedenkstätten bleiben.
stille gedenkstätten: keine IX. von beethoven im steinbruch von mauthausen und keine öffentlichkeitswirksame begehung der todesstiege durch regierungspolitiker. das finde ich noch immer zu unerträglich.
ferromonte - 17. Jul. 2003, 22:38










